Selbst kochen ist angesagt

Selbst kochen hat viele Vorteile! (Foto: © Dušan Zidar / Fotolia.com)

Selbst kochen hat viele Vorteile! (Foto: © Dušan Zidar / Fotolia.com)

Wer selbst kocht, ernährt sich abwechslungsreich, gesund und isst immer à la carte – nämlich nach seiner eigenen! Kinder aus Familien, in denen gekocht wird, sind nicht nur fit, sondern mit einem wesentlichen Rüstzeug versehen. Selbstkocher sind mündigere Verbraucher. Und das Wichtigste – selbst gekochtes Essen schmeckt ganz einfach hervorragend und stellt nachhaltig zufrieden. Kochen regt die Fantasie an, schafft kreative Freiräume, sorgt für Geselligkeit und ist täglich gelebtes menschliches Kulturgut, das sich niemand entgehen lassen sollte.

Gesundheit und Transparenz

Wer selbst kocht und statt Fertigprodukten und ungesundem Fast Food frische oder nicht weiterverarbeitete Zutaten einsetzt, kann sich sicher sein, was er da isst. In vielen Fertigprodukten sind Bestandteile und Zutaten enthalten, die uns in größerer Menge nicht gerade gut tun: Minderwertige Fette, künstliche Geschmacksverstärker, Zuckerersatzstoffe, künstliche und sogenannte „natürliche“ Aromen (aus Schimmel oder Baumrinde) oder E-Stoffe, die bisweilen schwer für uns zu identifizieren sind. Selbst wenn man kein Allergiker ist, sind viele dieser Stoffe je nach Dosis fragwürdig bis ungesund. Ein Zuviel an aromatisierter Nahrung steht übrigens der Entwicklung eines gesunden Geschmackssinns im Wege.

Selbstverständlich bieten zahlreiche gastronomische Betriebe ausgezeichnete Ware an. Doch auch hier werden viele Fertigprodukte eingesetzt; auch auf die Art der Zubereitung hat man wenig bis keinen Einfluss. Sucht man sich die Bezugsquelle seines Vertrauens und achtet auf das, was gerade Saison hat, kann man daraus schnell und einfach ein frisches, vitaminreiches und leckeres Essen kochen. Wer schon die eine oder andere Zivilisationskrankheit oder zu viel Gewicht mit sich herumschleppt, hat hier eine Chance, sie wieder loszuwerden oder zumindest die Folgen zu reduzieren.

Sich über Verbrauchertäuschung aufzuregen ist die eine Sache, die Sache selbst in die Hand zu nehmen die andere. Zutaten, die man nicht mag oder auch nicht verträgt, müssen draußen bleiben. Allergiker sind sogar darauf angewiesen, genau zu erfahren, was worin enthalten ist. Auch wer freiwillig beispielsweise auf tierische Zutaten verzichtet, erhält bei auswärtigem Essen häufig keine zufriedenstellende Antwort. Weitere Aspekte wie Bio- oder Fair-Trade-Produkte, Fleisch-Erzeugnisse aus artgerechter Tierhaltung und regionale Lebensmittel ohne lange Transportwege spielen für immer mehr Verbraucher eine wichtige Rolle – und das ist auch gut so.

Wer selbst einkauft und kocht, erhebt mit seiner Entscheidung auch seine Stimme, nimmt Einfluss und schafft ein Verbraucherbewusstsein auch für andere Menschen. Durch globalisierte Herstellungsketten hat manches Fertiggericht tausende von Kilometern hinter sich. Da auf der Verpackung nichts davon steht, ist man nicht in der Lage, die Öko-Bilanz zu bewerten – im Gegensatz zu im Gegensatz zu Einzelprodukten, deren weite Herkunft angegeben ist und die man, wenn man nicht will, nicht zu kaufen braucht.

Qualitativ hochwertiges Essen ist die Grundlage für ein bewusstes und gesundes Leben. Übergewicht und Mangelernährung bekommt man am besten in den Griff, wenn man sich darüber bewusst wird, welche Lebensmittel man konsumiert und wie sie zubereitet sind. Wer sich nicht ausgewogen ernährt, kann dies weder mit Wellness noch mit Vitaminpillen oder Nahrungsergänzungspräparaten kompensieren. An leckere Mahlzeiten, die einem gut schmecken und Körper und Seele mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen, kommt man am besten, wenn man selbst kocht.

Kreatives Experimentieren – lernen Sie dazu!

Warten darauf, zubereitet zu werden: frische, bunte Lebensmittel. (Fotos: © Rainer Sturm / pixelio.de)

Warten darauf, zubereitet zu werden: frische, bunte Lebensmittel. (Fotos: © Rainer Sturm / pixelio.de)

Mit dem Kochen kann man jederzeit und noch in jedem Alter anfangen, auch wenn man bislang noch keinen Zugang dazu hatte. Das Wissen über Nahrungsmittel erweitert sich beim Herantasten ans Selbstkochen automatisch. Experimentieren Sie ruhig. Auch wenn es hinterher einmal nicht schmecken sollte, wenigstens haben Sie dann etwas gelernt. Wenn man etwas Neues lernt, ist der Weg am Anfang selten mit 100 Prozent an Erfolgen gepflastert – also lassen Sie sich keinesfalls entmutigen. Nehmen Sie es einfach locker – das Schnippeln der Zutaten entspannt vom Alltag, da Sie sich mal auf etwas anderes konzentrieren als Ihre Alltagsprobleme. Werden Sie kreativ und denken Sie sich Ihr eigenes Menü aus. Auch wenn Sie nicht einkaufen konnten – irgendetwas Verwertbares findet sich meist noch im Kühlschrank oder der Vorratskammer. Zutaten lassen sich immer wieder anders variieren, neue Gewürze oder Zubereitungsarten machen oft den Unterschied. Allein ob man kocht oder brät entscheidet meist über das gute Gelingen eines Gerichtes.

Kochen macht Kinder fit

Kinder, die zu Hause und in der Schule ihr Essen bekommen und beim Kochen selbst mitwirken können, erhalten nicht nur für den Moment die Nahrung, die ihnen am besten bekommt. Ein nachhaltiger, aber wichtiger Nebeneffekt ist das Rüstzeug für ihr gesamtes weiteres Leben. Sie lernen, dass man sich selbstverständlich und ausgezeichnet zu Hause mit schmackhaftem und gesundem Essen selbst versorgen kann. Und gemeinsame Koch-Aktionen helfen, das Wir-Gefühl als Familie zu prägen. Fast Food wird im Alltag von Menschen, die zu Hause eine Koch-Kultur erleben, eine erheblich geringere Rolle spielen – die perfekte Prävention gegen eine Überdosis Junk Food, das man so auf seinen Ab-und-zu-Platz verweist, der ihm zusteht!

Geselligkeit

Gemeinsam zu essen ist schön, fördert das Sozialverhalten in der Familie und das gemeinsame Kochen steigert den Erlebniswert, ob mit Familie oder Freunden. Und da sich viele Gäste immer gerne in der Küche versammeln, kann man doch gleich zusammen kochen. Hier lernen sich Freunde und Bekannte wieder von einer ganz neuen Seite kennen.

Günstig – und schnell

Mit der eigenen Küche kann man sich und seine Familie in einem äußerst guten Preis-Leistungs-Verhältnis gesund versorgen. Frische saisonale Produkte sind immer erschwinglich. Mit ein bisschen Planung kann man sogar einen wöchentlichen Speiseplan so aufeinander aufbauen, dass man auch noch Zeit und Geld spart. Schließlich hat man nicht jeden Tag Zeit für kreative Experimente. Vieles lässt sich für zwei Tage vorbereiten – zum Beispiel heute Nudeln mit Tomatensoße, morgen Auflauf … einfache, schnelle und leckere Gerichte für den ganz normalen Alltag. Auch ein Wok-Gemüse mit Fleisch oder Tofu, dazu Reis, ist in wenigen Minuten fertig. Einen Grundstock an Vorräten und Ideen hat man schnell zusammengestellt und dann einmal für die ganze Woche eingekauft.

Flexibel und selbstbestimmt

Zu Hause kann man kochen, was man will. Ein weiterer Vorteil beim Selbstkochen ist also die grenzenlose Unbeschränktheit seinen eigenen Wünschen gegenüber. Sie bestimmen, was in den Topf kommt. Sind Sie zum Beispiel Vegetarier oder Veganer, können Sie die Gerichte der herkömmlichen Hausmannskost auch alle vollständig fleischlos kochen. Kocht man selber, bekommt jeder (gegebenenfalls in der ganzen Familie), was er gerne mag – der „Fleischetarier“ sein Steak, der Vegetarier seinen Gemüse-Burger oder der Veganer sein Soja-Medaillon. Zu-Hause-Kocher schreiben immer ihre eigene Speisekarte.

Viel Spaß dabei.

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