RangeCooker.de unterstützt Slow Food

Die Slow-Food-Bewegung hat uns überzeugt – Slow Food und RangeCooker.de, das passt!

Slow Food Fördererlogo 2012

Slow Food Fördererlogo 2012

Slow Food Unterstützer 2013

Slow Food Unterstützer 2013

Auf einem Landhausherd zu kochen macht einfach Freude, besonders wenn man dabei gute Zutaten im Sinne von Slow Food verarbeitet. Was es genau mit dem „langsamen Essen“ auf sich hat, erfahren Sie hier:

Verantwortungsbewusster Umgang mit Lebensmitteln

Ob Biovielfalt, nachhaltige Produktion von Lebensmitteln, Umweltfreundlichkeit, Ausbildung von Geschmack, Unterstützung handwerklicher Erzeuger – all diese Aspekte umfasst Slow Food, eine weltweite, lokal in „Convivien“ verankerte Bewegung. Ihr Grundsatz: Jeder Mensch soll Zugang zu Nahrung haben, die allen gut tut – dem, der sie zu sich nimmt, dem, der sie herstellt, und der Natur, der wir sie schließlich verdanken.

Slow Food ist fair, gesund und lecker, für Verbraucher erschwinglich – und Erzeugern sichert es die Existenz

Zum Glück erkennen immer mehr Konsumenten den Wert guter Nahrungsmittel für das Wohlergehen von Mensch, Tier, Umwelt – und für den Genuss. Jeder Einkauf, jedes Essen ist zwar privat, wirkt aber weit über unseren Tellerrand hinaus: Ob wir das (uns letztlich nicht zufriedenstellende) Fast Food, das weltweit verheerende Umwelt- und Gesundheitsschäden hinterlässt, zu uns nehmen, oder ob wir leckere, regional erzeugte Produkte ohne Zusatzstoffe bevorzugen und damit lokale Betriebe fördern, macht einen Unterschied, den man in seiner Bedeutung gar nicht hoch genug einschätzen kann, auch als Teil lokaler Kultur.

Die Idee und ihre Entwicklung

Schneller, höher, weiter – scheinbar immer effizienter sind wir Menschen in den vergangenen Jahrzehnten geworden, zu Lasten unserer eigenen Lebens- und Essensqualität. Das wollte der italienische Journalist und Soziologe Carlo Petrini nicht länger hinnehmen und gründete 1989 in Bra, Italien, als Gegenbewegung Slow Food.

Den Slow-Food-Vater motivierten geschmackliche, ökologische und soziale Faktoren. Auch der Gedanke, nicht nur das Essen, sondern das Leben generell zu entschleunigen, spielte eine Rolle. In Slow Citys setzt sich Slow Food fort: Hier konzentriert man sich auf lokale Produktion, den Erhalt gewachsener Strukturen und die Ökologie fördernde modernste Technologien zugleich.

Die Slow-Food-Welt trifft sich außer in den Convivien auf Messen: Der „Salone del Gusto“ in Turin, zu dem auch die „Terra-Madre“-Aktiven zusammenkommen – Kleinbauern, Konsumenten, Fischer, Handwerker, Köche und Wissenschaftler. Für Jugendliche gibt es das „Youth Food Movement“; die Anhänger protestieren unter dem Slogan „Teller statt Tonne“ mit Aktionen wie „Schnippeldiskos“ gegen Verschwendung. Weitere Foren sind die „Slow Food“ in Stuttgart, die „Slow Fish“ in Genua und ihre deutsche Schwester „Slow Fisch“ in Bremen.

Herzlichen Glückwunsch und einige Zahlen:

Slow Food Deutschland feierte 2012 den 20. Geburtstag und hat in circa 80 Convivien 11.000 Mitglieder. Weltweit füllen rund 100.000 Mitglieder in 1.500 lokalen Organisationen die Bewegung mit Leben. Dazu kommen Partnerorganisationen wie Terra Madre, zu welcher 2.000 Lebensmittel-Gemeinschaften kleiner landwirtschaftlicher, hochwertige Lebensmittel erzeugender Betriebe gehören. Insgesamt verbindet Slow Food Millionen Menschen in über 150 Ländern.

Geschmacksschulung und Arche-Passagiere

Dank Slow Food begreifen schon die Kleinen, auf die es ja besonders ankommt, wie Lebensmittel in ihrem Ursprung aussehen, wie sie entstehen und wie sie schmecken. Zu lernen, mit den Jahreszeiten zu leben und sich nicht an das unnatürlich anmutende, umweltschädigende, von weit hergeholte Obst und Gemüse bzw. künstliche Aromen zu gewöhnen, ist für Kinder ein Schatz fürs Leben.

Eine weitere Aufgabe ist die Bewahrung von Bio- und Landschaftsdiversität: Damit wertvolle Pflanzenarten und Tierrassen nicht aussterben, finden sie Platz in der „Arche des Geschmacks“. Passagiere und solche, die es werden sollen, sind beispielsweise „Teltower Rübchen“, „Bamberger Hörnla“ oder „Burger Brezeln“! Paten kümmern sich um Rebstöcke; „Presidi“ schützen aktiv Pflanzen, Tiere oder ganze Kulturräume.

Moderne Ritter der Tafelrunde: Die Convivien

Als regionale Ortsgruppen fungieren die Convivien (lateinisch für Tafelrunde). Von Rügen bis zur Zugspitze, von Aachen bis zur Lausitz finden sich Aktive und Förderer, die sich je nach Besonderheit der Region engagieren: Verkosten, Erzeugerbesuche, Konferenzen, Filmvorführungen, Schulungen, Förderung von Bauernmärkten, Beteiligung an alternativen Landwirtschaftsformen, Unterstützung lokaler und globaler Kampagnen – die Möglichkeiten vor Ort und im Austausch mit anderen Gruppen – manchmal sogar weltweit – sind nahezu unendlich.

Besser Essen in Essen: Das Convivium Ruhrgebiet

In das Ruhrgebiet als industriell geprägte Region sind seit jeher unterschiedliche Kulturen eingeflossen, auch in die täglichen Mahlzeiten! Wer isst warum welche Lebensmittel, und woher genau kommen die Zutaten? Auf diese Fragen suchen die Ess(en)er Antworten.

Wie der Gesamtbewegung geht es um reinen Genuss durch saubere, faire und nachhaltige Erzeugung. Am Herzen liegen diesen Slow-Foodies auch Kindergärten und Schulen; ein weiteres Vorhaben ist ein Produzenten- und Einkaufsführer für die Region.

Die „Slow Cooker“ richten sich an Kochfreunde, die regionale Produkte kennen und auf unterschiedliche Weise zuzubereiten lernen möchten, gekrönt vom gemeinsamen Tafeln. Der „Schneckentisch“ lädt Aktive und Interessierte zum Austausch und Beschnuppern ein; Slow Wine steht für regelmäßige Weinrunden.

Themen wie Land Grabbing, umstrittene Saatgut-Richtlinien, Medikamente und Zusatzstoffe in Lebensmitteln gehören auch dazu: Wer sich mit Slow Food beschäftigt, will Alternativen zu den vorherrschenden Bedingungen entwickeln.

Förderer sind Gastronomen, Händler, Produzenten, Agenturen und Organisationen, die zu Slow Food erfolgreich beitragen können – wie beispielsweise RangeCooker.de.

Wer einmal überzeugt ist, wird selbst zum Botschafter: Ein Ausblick

So unerfreulich die vielen Lebensmittelskandale und die teils desaströsen Produktionsbedingungen oft noch sind, so ermutigend sind die Ansätze, hier entgegenzusteuern. Was Carlo Petrini 1989 auf den Weg gebracht hat, ist zu einer global wie lokal wirkenden und positive Veränderungen bewirkenden Bewegung geworden – Tag für Tag belebt durch die flächendeckenden Convivien, die wiederum weltweit vernetzt sind. Wer einmal erfahren hat, ob als Kind oder Erwachsener, wie viel besser ein mit guten Zutaten selbst gekochtes Essen im Vergleich zum unterwegs „eingeworfenen“ oder zu Hause in die Mikrowelle geschobenen Fast Food schmeckt – von belastenden Zusatzstoffen ganz zu schweigen – wird schnell zum Slow-Food-Botschafter, weil er gar nicht anders kann!

Nicht zuletzt durch die Social-Media-Netzwerke und vor allem das zunehmende Bewusstsein vieler Menschen für gesunde Lebensmittel und langlebige Gebrauchsgüter (die „Repair-Cafés haben sich bestimmt von Slow Food inspirieren lassen!) sieht die Zukunft dieses angewandten Umwelt- und Verbraucherschutzes sehr gut aus, zumal man unmittelbar mit dem Genuss und langfristig mit einer lebenswerten Umgebung belohnt wird – ob im Ruhrgebiet, in Deutschland oder weltweit.

Zur Homepage von Slow Food Deutschland

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Was ergibt 4 + 3 ?
Please leave these two fields as-is:
WICHTIG! Um fortfahren zu können, lösen Sie bitte die folgende simple Mathe-Aufgabe (damit wir wissen, dass Sie ein Mensch sind.) :-)